Über

„Welch eine himmlische Empfindung ist es, seinem Herzen zu folgen.“

Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

 

Auf einem kleinen Blog und einem noch kleineren Twitter-Account begann Frau O., ihre Reise ins BDSM-Wunderland aufzuzeichnen und wurde dort bekannt als das „Goethe zitierende Fickstück“ – eine Eigenbezeichnung, die die Mischung aus studierter Germanistin bei Tage und in Lack gekleideter BDSMlerin bei Nacht hervorheben sollte. Die BDSM-Szene ist ihr zweites Zuhause und als Switcherin schreibt sie darüber.

Das Fiktive reizt sie besonders. Das Erzählen von oftmals düsteren, komplexen Geschichten über (zwischen)menschliche Abgründe, die sie seit einiger Zeit auch mit BDSM und einem Hauch von Romantik in Verbindung bringt. 2019 wird voraussichtlich ihr erster Roman in diesem Genre erscheinen.

Geprägt von persönlichen und den Erzählungen fremder Erfahrungen begann sie parallel dazu auch, über die Realität zu schreiben. Vor allem unerfahrene, devote Frauen wurden zu ihrer Hauptzielgruppe. Frauen, die den Reiz der sexuellen Unterwerfung verspüren, aber keine Anknüpfungspunkte, keine Kontakte, keine Hilfestellungen haben, um auf sichere, vernünftige Weise in diese Welt einzutauchen. Frau O. hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Ansatz zu verbreiten, der einem auch als Einsteiger die Möglichkeit bietet, sich allein auf diesen Weg zu machen.

Einen Ansatz, der zeigen soll, dass vermeintlich gegensätzliche Dinge vereinbar sein können:

Kontrollierter Kontrollverlust.
Selbstbestimmte Unterwerfung.

 

Vernünftig Unvernünftigsein.


 

Lia Ophée, geboren 1989, lebt gemeinsam mit ihrem Hund und ganz ohne Kinder in einer deutschen Großstadt, abseits von Konventionen und geregelter Lebensplanung. Ihr Staatsexamen in Germanistik und Geschichtswissenschaft liegt gut aufbewahrt in ihrem Schrank, seit sie vom Schreiben lebt.